
Statement des Vereins Ufmatten zum Wahlergebnis vom 24. November
Der Verein Ufmatten freut sich über das Ergebnis der Gemeindeabstimmung und bedankt sich herzlich bei allen, die durch ihre Ablehnung der Abstimmungsvorlage ein klares Zeichen gesetzt haben. Dieses Resultat zeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde eine verantwortungsvolle Asylpolitik wünschen und gewillt sind, eine deutlich kostengünstigere Lösung für Bassersdorf zu finden.
Ein besonderer Dank geht an die Mitglieder des Vereins, die sich in den letzten Wochen dafür eingesetzt haben, Flyer auf dem Dorfplatz und bei der Entsorgungsanlage zu verteilen und den Dialog mit Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde gesucht haben.
Wie geht es nun weiter?
Mit dem NEIN an der Urne haben wir einen Meilenstein erreicht, stehen jedoch weiterhin vor der Herausforderung, einen geeigneten Ort für die Asylunterkunft zu finden.
Der Verein wird sich diesbezüglich in den nächsten Wochen intern beraten und ihre Ideen mit dem Gemeindepräsidium diskutieren. Es liegt in unserem Interesse, die Thematik nach dieser Abstimmung nicht abzusetzen und sich weiterhin für eine Lösung einzusetzen, die für möglichst viele Bassersdorfer sinnvoll ist.
Was fordern wir?
In allen weiteren Schritten zur Lösung des Asylproblems werden wir uns für folgende Bedingungen einsetzen:
- Keine überrissenen Kosten für eine Asylunterkunft.
- Keine Asylunterkunft in Wohnquartieren mit Familien.
- Die Gemeindepolizei muss die Sicherheit mit einem klaren Konzept gewährleisten können.
- Umliegende Liegenschaften, Betriebe oder Quartiere dürfen durch die Asylunterkunft nicht belastet oder beeinträchtigt werden.
Wir setzen uns damit für eine Alternative ein, die den sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Bedürfnissen der gesamten Bevölkerung gerecht werden soll. Die Ablehnung der Vorlage bietet nun die Chance, gemeinsam neue Wege einzuschlagen und ein Konzept zu entwickeln, das echten sozialen Wohnraum fördert, ohne dabei die langfristigen Interessen der Gemeinschaft aus den Augen zu verlieren.
Alle wichtigen Fakten zur Abstimmung vom 24. November 2024
Warum keine Asylunterkunft in der Ufmatten? - Ein Überblick
Bassersdorf braucht keine Luxus-Asylunterkunft für
6.1 Mio. CHF!
Andere Gemeinden haben das Asylproblem mit deutlich günstigeren Lösungen gemeistert. Ähnlich teure Vorhaben sind in diversen Gemeinden zudem abgelehnt worden. Siehe Link: https://www.zuonline.ch/eglisau-sagt-nein-zu-neuer-asylunterkunft-613504004965.
Keine Asylunterkunft in Wohnquartieren mit Familien!
Es gibt geeignetere Orte für eine Asylunterkunft als in Wohnquartieren, wo Kinder auf Spielplätzen spielen! Die Gemeinde hat in ihrer öffentlichen Präsentation über das Projekt gezeigt, dass sechs andere Standorte ebenfalls in Frage kommen würden.
Asylunterkünfte in Wohnquartieren können den sozialen Frieden stören, indem Spannungen zwischen Anwohner und Bewohner der Unterkunft entstehen. Besonders für Kinder und Familien kann die unmittelbare Nähe zu einer Asylunterkunft zu Unsicherheiten führen. Es muss vermieden werden, dass solche Projekte ohne eine transparente Bürgerbeteiligung und ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse der Anwohner umgesetzt werden.
Die Gemeinde kann die Sicherheit nicht gewährleisten!
Die Gemeindepolizei Bassersdorf hat keine Kapazitäten, rund um die Uhr für Sicherheit und Ordnung zu sorgen! Mit ihren Bürozeiten am Montag von 08:00 bis 18:30, Dienstag bis Donnerstag von 08:00 bis 16:30 und Freitag von 07:30 bis 14:30 kann nicht 24 Stunden gewährleistet werden, dass ein Polizeieinsatz rechtzeitig erfolgt. Stattdessen wird auf die Polizei Wallisellen zurückgegriffen, die einige wertvolle Minuten mehr verliert, um am Einsatzort einzutreffen.
In Zeiten, in denen das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung eine immer grössere Rolle spielt, ist es unverantwortlich, eine Unterkunft zu bauen, ohne eine ausreichende polizeiliche Präsenz zu gewährleisten. Unruhen oder Konflikte, die in oder um Asylunterkünfte mit 52 Unterbringungs-plätzen auftreten könnten, stellen eine zusätzliche Belastung für die ohnehin schon überforderte Polizei dar. Die Sicherheit der Anwohner muss an oberster Stelle stehen!
Schluss mit überstürzten Lösungen - es braucht durchdachte Konzepte!
Nur weil die Parzelle am schnellsten verfügbar wäre, muss sie nicht unbedingt die richtige Wahl sein! Die Gemeinde hat in ihrem Ausschlussverfahren für die möglichen Standorte die langfristigen Aspekte einer solchen Unterkunft bewusst ignoriert und die Schattenseite dieses Projekts zensiert!
Ausserdem wurde noch nicht festgelegt, wie man mit den ständig steigenden Asylaufnahmequoten umgehen will. Wie will man das Problem in Zukunft angehen? Bekommt bald jedes Quartier mit übrigen Grünflächen eine Asylunterkunft? Es kann nicht die Lösung sein, die letzten freien Flächen in unseren Wohnquartieren pauschal in Asylunterkünfte umzuwandeln. Die Erhaltung von Grünflächen ist essenziell für die Lebensqualität und das Stadtbild.
Noch mehr Belastung?
Mittlerweile leidet ganz Bassersdorf unter der Verkehrsüberlastung zu Stosszeiten, vor allem rund um das Quartier Ufmatten kommt es zu grossem Stau wegen der Lichtsignalisation (Zürichstrasse / Bassersdorferstrasse). Dazu kommt die Verkehrsbelastung durch die Entsorgungsanlage, sowie dass das Quartier verhältnismässig wenige Parkplätze zur Verfügung hat. Auch muss sichergestellt werden, dass die Feuerwehr trotz dieser Umstände ungehindert an ihre Einsatzorte gelangt.
Ein weiterer Aspekt ist die Baustelle rund um den Brüttener-Tunnel, welche sich ohnehin auf das Quartier bis 2035 nicht nur mit Bauarbeiten, sondern auch durch Umleitungen und Lärm auswirken wird.
Eine weitere Grossbaustelle für den Bau einer Unterkunft würde das Ausmass der Störungen nur verstärken und die Wohnqualität verschlechtern.
Gemeindeflächen sinnvoll für die Bürger:innen nutzen!
Die Bürger:innen von Bassersdorf profitieren von diesem Bau in keinster Weise! Die überhöhte Summe für dieses Projekt bringt den Bassersdorfer keinerlei Mehrwert. Warum werden diese Grundstücke also nicht anders genutzt?
Die Gemeinde könnte die Fläche stattdessen für Projekte nutzen, die das Gemeinwohl fördern, wie z. B. den Bau von Freizeit- oder Bildungs-einrichtungen, die der gesamten Bevölkerung zugutekommen. Ein Projekt, das so viel Geld kostet, sollte in erster Linie den Bedürfnissen der eigenen Bürger entsprechen.